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Mediasign Sternengraben Rapperswil
  • Jahr
  • 2010-2013
  • Art
  • Umbau / Gewerbe
  • Kosten
  • 1 - 5 Mio
Der am Rande der Rapperswiler Altstadt gelegene Gewerbebau aus der Zeit um 1900 wurde im 20.Jahrhundert mehrfach an- und umgebaut. Durch das Aufschütten des Stadtbaches verschwand das Sockelgeschoss. Diese Massnahme hatte zur Folge, dass das Dach mit seinem grosszügigen Dachvorsprung plump und unproportioniert wirkte. Nach dem Auszug der Orgelbaufirma wurde das Gebäude zuerst von allen störenden Einbauten befreit. So wurde die Grosszügigkeit und der räumlich interessante Dachraum bereits sichtbar. Es galt, die Bedürfnisse des neuen Besitzers, eine junge und dynamische Medienfirma, mit den vorhandenen räumlichen Gegebenheiten in Übereinstimmung zu bringen und die Vision einer eleganten und gediegenen Bürowelt mit dem loftartigen Werkstattcharakter des Bestandes zu verschmelzen. Im Erdgeschoss befinden sich der gemeinsame Empfang und die Cafeteria, die zusammen vom Bauherr und den fremdvermieteten Einzelbüros genutzt werden, sowie ein Seminarraum. Im Obergeschoss ist die neue Medienwerkstatt im freigelegten Dachraum untergebracht, welche mit einer grosszügigen Wendeltreppe aus rohem Stahl das im Untergeschoss gelegene Fotostudio verbindet. Das Sitzungszimmer wurde als Raum im Raum in den zweigeschossigen Seminarraum eingehängt und ist über eine kleine Passarelle zugänglich. Eine zusätzliche Lukarne an der Westfassade schafft Platz für eine Kreativzone mit Blick in die KempratnerBucht. Eingestellte Boxen aus dunkel gebeizten Eichenmöbeleinbauten beinhalten Nebenräume und ein Tonstudio. Diese gliedern die Raumstruktur und kontrastieren mit den Wänden und Decken die mit hellgrau durchgefärbtem Sumpfkalk überzogen wurden. Für den Boden wurde ein fugenloser, hellgrauer Zement?iessboden gewählt. Die Öffnungen in der Wand und im Dach haben die gleichen, innen bündigen Einfassungen. Halbhohe Schrankmöbel aus geölter Eiche, gliedern den Grossraum und schaffen individuelle Arbeitszonen. Eine Bruchsteinmauer, Teil der ehemaligen Stadtmauer, wurde in die Gestaltung des unterirdischen Fotostudios einbezogen. Durch das Zurückstutzen des Dachvorsprungs erhielt der Bau angemessene Proportionen. Die Fassade wurde in drei abgestuften, mineralischen Umbratönen gestrichen. Die tiefen, rahmenlosen Fensternischen und die fein nuancierte Fassadengestaltung geben dem Bau einen leicht abstrakten Charakter. Das Strassenp?aster der Aussenräume aus Guber Quarzsandstein bindet das Gebäude nun auch räumlich wieder an die Altstadt an.