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Wohnüberbauung Fluhweg Wädenswil
  • Architekt
  • Esch Sintzel
  • Jahr
  • 2012
  • Art
  • Neubau / Wohnen
  • Kosten
  • ueber 5 Mio
Die Lage an der Neudorfstrasse ist privilegiert: auf der einen Seite geht der Blick weit über den See, auf der anderen öffnet sich das Areal zur Sonne hin – soviel Sonne, dass hier einst die Weinreben standen. Diese starke Orientierung auf zwei Seiten hat ihre geologische Entsprechung in einem lang gestreckten, knapp unter dem Terrain verlaufenden Felsgrat. Er stellt sich dem grösseren Hangverlauf entgegen, schafft nach Süden eine ebene Fläche und nach Norden ein umso schrofferes Gefälle. Dieser Grat wird zum konzeptuellen Ausgangspunkt: Das neue Gebäude sitzt hart am Grat und überhöht diesen baulich, es wird sozusagen gebauter Felsgrat. An Felszacken erinnert auch die vor- und zurückspringende Bewegung des Gebäudevolumens. An den schmalsten Stellen dieser Felsformation öffnen sich im Sockelgeschoss Lücken, so dass Wege die beiden Gebäudeseiten verbinden können. In den Wohngeschossen darüber wird an diesen ‚Taillen’ im Baukörper die Zweiseitigkeit des Ortes besonders anschaulich erlebbar. Die bewegte Abwicklung des Baukörpers unterteilt den Aussenraum, eröffnet und begrenzt darin differenzierte Orte des Aufenthalts. Und sie verschleiert die wahre Grösse des Gebäudes, weil dieses im kleinteilig bebauten Kontext immer nur in Ausschnitten in Erscheinung tritt. Das Gebäude ist so auf den Felsrücken gesetzt, dass die Keller ausserhalb des Fels-Perimeters bleiben und die Tiefgarage dem Gebäude im Gefälle vorgelagert ist. Sollen die Treppenhäuser wie hier vorgeschlagen alle bis in die Tiefgarage führen, so liegen sie ebenfalls im Bereich des Felsgrunds..