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Erweiterung Wohnhaus Niederweningen/ZH
  • Jahr
  • 2005-2006
  • Art
  • Umbau / Wohnen
  • Kosten
  • 1-5 Mio
Die neue Dachterrasse bildet das Kernstück des um- und angebauten Hauses im Wehntal. Wie auf einem Schiffsdeck lässt’s sich hier relaxen, baden und geniessen. Was auf der Jacht die Weite des Meeres, ist hier die Weite der Landschaft. Der ausgezeichnete Blick ins Tal und an die gegenüberliegenden Hügelzüge der Lägeren war denn auch der ausschlaggebende Grund für den Kauf des Hauses. Das kleine Einfamilienhaus aus den 70er Jahren bot aber nicht genügend Platz für die Bedürfnisse der Bewohner. «Wir haben lange an eine Aufstockung gedacht. Eine solche wäre aber mit einem Raum-Verlust verbunden gewesen, da eine Aufstockung nach heutigen Bauvorschriften nur mit Satteldach möglich gewesen wäre. Ein in den Hang gebauter Gebäudeteil mit Atrium bildete schliesslich den Befreiungsschlag», erzählt Christian Studer, der zuständige Projektleiter, den Entwurfsprozess. So konnten die Architekten alle geforderten Räume auf dem Grundstück locker unterbringen und da Besitzstandgarantie galt, was den möglichen Erhalt des Flachdaches mit sich brachte, gab es auch keine Probleme betreffend Baubewilligung. Im Altbauteil kommen Ess-, Wohn- und Elternschlafzimmer mit Bad zu liegen, wobei der Nachtteil deutlich von der Tageszone getrennt wird. Die alten, kleinen Zimmer wurden geöffnet und zusammengelegt. Einzig im ersten Untergeschoss wurde die Einteilung der bestehenden Räume beibehalten. Im Neubau sind Küche, Fitnessraum, Sauna- und Wellnesszone sowie das Gästezimmer angeordnet. Die neuen Räume sind nur mit Schiebewänden voneinander zu trennen, was bei offenem Zustand einen ungehinderten Rundgang um das Atrium ermöglicht. Der Übergang zwischen Alt- und Neubau ist fliessend. Dank der grosszügigen Öffnung der ehemaligen Nordfassade und der einheitlichen Materialwahl werden die Grenzen zwischen Alt und Neu verwischt. Einzig an der Decke ist der Wechsel zu sehen: Im Altbau ist sie verputzt, im Anbau in Sichtbeton. Diese Verwischung des Übergangs zwischen Alt- und Neubau wird auch in der äusseren Erscheinung des Hauses weitergezogen. Das alte Gebäude wurde nach den neuen bauphysikalischen Normen saniert. Die Erdölheizung wurde durch eine Wärmepumpe und Sonnenkollektoren ersetzt. Das alte Haus erhielt im Zuge dieser Sanierungsmassnahmen ein neues Gesicht. Elemente aus Waschbeton wurden etwa durch glatten Sichtbeton ersetzt, und sämtliche alten Fassaden wurden mit einer neuen, besseren Isolation, Putz und hellgrauem statt früher weissem Anstrich versehen. Auch die neuen Hauswände wurden auf diese Weise gebaut, und das gesamte Gebäude wird so zu einer Einheit. Die Bauherrin mein dazu: «Als wir das Modell des Umbaus zum ersten Mal sahen, erkannten wir unser Haus nicht mehr. Die Grosszügigkeit des Eingriffes hat uns überzeugt und die daraus gewonnene Dachterrasse mit Pool lässt bei uns jeden Tag Feriengefühle aufkommen.»