Slide Right
Merkurhof Rapperswil
  • Jahr
  • 2010-2016
  • Art
  • Neubau / Wohnen / Gewerbe
  • Kosten
  • ueber 5 Mio
Der Merkurhof ist ein wichtiger Mosaikstein in der Erneuerung des bahnnahen Zentrums von Rapperswil. Dieses Gebiet zwischen «Neuer Jonastrasse» und «Güterstrasse» ist städtebauliches Entwicklungsgebiet; Mittelfristig soll das gesamte Quartier erneuert und verdichtet werden. Durch die urbane Lage hat der Bau Merkurhof zwei Anforderungen zu erfüllen: Erstens soll er mit den ihn umgebenden Gebäuden harmonieren und zweitens soll er ¬– trotz der zentralen Verdichtung – Freiräume schaffen. Beides erreicht er durch seine polygonale Form. Zwei wichtige städtische Plätze werden durch sich immer wieder ändernde Richtungen der Fassade geschaffen: Ein öffentlicher Platz an der Ecke Güter- und Kniestrasse und ein eher privater städtischer Raum zur Merkurstrasse. Die Nische Richtung Güterstrasse schafft Raum für eine Vorfahrt und den Zugang zur Klinik, während der Innenhof zur Merkurstrasse eine ruhige Zone für Bewohner und Besucher formt - mit Sitzplätzen, Hecken und Bäumen. Das Gebäude ist auf städtisches Wohnen ausgelegt. (Über die gesamte Gebäudetiefe durchgehende Wohnungen schaffen sowohl den Bezug zur Stadt als auch zum Freiraum über die Gleise zum See). Die Aussenräume der einzelnen Wohnungen sind als Loggias konzipiert und bieten sowohl Schutz vor Wind und Wetter, als auch eine private Aussenzone ohne direkte Einblicke. Das Erdgeschoss und das erste Geschoss sowie ein Teil des zweiten Geschosses werden von der Rosenklinik und diversen Praxen belegt. Die 35 Wohnungen sind ab dem zweiten Obergeschoss angeordnet. Durch die Gebäudesockel aus Glas und die grosszügigen Fensterbänder wirkt das Gebäude trotz seines mächtigen Volumens filigran. Mit der profanen Putzfassade an den Obergeschossen soll sich das Volumen in den bestehenden städtischen Kontext einpassen. Die dunklen Fensterelemente stehen im Kontrast zur hellen Putzoberfläche. Wie einzelne Schichten sind Geschosse aufeinandergestapelt, ohne einander zu berühren. Das durchlaufende Fensterband wirkt gleichzeitig als Fuge und Verbindungselement. In der inneren Organisation sind die Wege von Bewohnern und Klinik getrennt, beide Nutzungen können nebeneinander ohne gegenseitige Beeinträchtigung funktionieren. Der Wohnungsmieter soll nicht das Gefühl haben, in einer Klinik zu wohnen, während Klinikpersonal und Patienten in den unteren Geschossen autark funktionieren. Der Ausbaustandard der Klinik entspricht den höchsten Anforderungen, was Lüftung, Kühlung und elektrotechnische Erschliessung betrifft.