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Nanotechnology Center IBM Rüschlikon
  • Jahr
  • 2007-2011
  • Art
  • Neubau / Gewerbe
  • Kosten
  • ueber 5 Mio
Das Gebäude ist nutzungstechnisch horizontal geschichtet. Im Erdgeschoss befindet sich die überhohe Reinraumhalle mit den mehreren Haus-in-Haus-Labors. Hochreine Raumbereiche sorgen dafür, dass keine Partikel von aussen eintreten. Dies wird durch sehr hohe Luftwechsel über eine hochkomplexe Lüftungsanlage erreicht. Reinraumklassen mit bis zu nur noch 100 Partikel pro Kubikmeter Luft werden dadurch möglich. Neben den Reinräumen bilden die im Untergeschoss situierten Noisefree-Labs das zweite Herzstück des Gebäudes. Sie bieten den Forschenden komplexe Abschirmungsmassnahmen gegen Immissionen wie Erschütterungen und elektromagnetische Felder und weisen äusserst anspruchsvolle Eigenschaften im Bereich Lüftung und Temperatur auf. Die Labors sind in der Kombination dieser Parameter weltweit einzigartig und bieten ein optimales Umfeld für extrem empfindliche Experimente und Messungen im Nanometerbereich. So verhindern dutzende Tonnen schwere und auf speziellen Dämpfern gelagerte Betonsockel, dass z.B. beim Einsatz von Elektronenmikroskopen kleinste Erschütterungen das aufgenommene Bild „verwackeln“. In den oberen beiden Geschossen befinden sich so genannte Drylabs. Diese Räume sind mit diversen Medien wie Stickstoff, Reinstwasser etc. voll erschlossen und können so nach Wunsch entweder als Laborraum oder als Büro genutzt werden. Die Architektur des neuen Nanotechnology Centers passt sich mit der reinweissen Erscheinung einerseits am bestehenden Campus an, andererseits transportiert diese Farbgebung auch die Botschaft des Hochreinen und Hochtechnisierten. Die horizontale Schichtung des Gebäudes lässt die Nutzungen von aussen erkennen: der hochinstallierte Sockel mit den Reinräumen gibt sich mit der gestalteten Blechfassade, die jedoch punktuell Durchsicht von innen nach aussen zulässt, eher geschlossen , während die Glasdoppelfassade der beiden Drylab-/ Bürogeschosse offen die Abläufe im Inneren nach aussen transportiert und den Forschenden einen ständigen Bezug zur Natur und dem Aussenraum ermöglicht.