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Druckerei Karl Schwegler Zürich
  • Architekt
  • Studer Simeon Bettler, Zürich
  • Jahr
  • 2005-2007
  • Art
  • Neubau / Gewerbe
  • Kosten
  • ueber 5 Mio
Im Jahre 2004 prüfte die Firma Karl Schwegler AG – Druckerei, Druckvorstufe und Verlag – eine betriebliche und räumliche Optimierungdes Druckereibetriebs. Die bestehenden Liegenschaften liessen eine flexible Nutzung nicht zu und die Integration neuer Druckmaschinen oder anderer grösserer Maschinen gestaltet sich in jedem Falle schwierig. Die Platzressourcen in den bestehenden Bauten waren praktisch ausgeschöpft. Das Gelände bot allerdings Platz genug, um grössere und flexiblere Bauten zu erstellen. Ausserdem wandelt sich die Umgebung des Grundstückes, das sich früher in einer klassischen Industriezone befunden hat, seit einigen Jahren zu einer Wohn- und Arbeitsgegend, die durch diverse Neubauten herbeigeführt wird. Dies war die Ausgangslage für die Planung eines etappierbaren Neubaus. In einer ersten Etappe sollte das bestehende Gebäude erhalten bleiben und daneben ein Neubau erstellt werden. Der Endzustand einer gesamten Parzellenüberbauung mit einer maximalen Ausnützung blieb jedoch Leitbild für die Planung. In einem ersten Planungsschritt wurde zusammen mit der Bauherrschaft ein Nutzungskonzept aufgestellt. Gesucht wurden die effizientesten Arbeitsabläufe mit kurzen Wegen, einer optimalen Anlieferung und einem Gebäudeaufbau, welcher optimale Betriebsabläufe ermöglicht. Aus diesem Nutzungskonzept entwickelten die Architekten erste Varianten für einen etappierbaren Neubau. Eine Variante wurde weiterverfolgt und in Zusammenarbeit mit den Fachplanern und der Bauherrschaft vertieft. Das vorliegende Projekt nimmt auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der einzelnen am Planungsprozess Beteiligten Rücksicht. Das bewilligte Projekt bietet eine hohe Produktionshalle im Erdgeschoss. Darüber gliedern sich vier Obergeschosse, welche von der Produktion bis zum Bürogeschoss diverse Nutzungen beheimaten. Das Gebäude ist mit zwei Erschliessungskernen in der Vertikalen verbunden. In der Erdgeschosshalle ist ein Zwischengeschoss eingeschaltet, welches den prominenten Blick auf den Produktionsprozess zulässt und so dem Kunden einen Einblick in den Druckalltag gewährt. Das gesamte Gebäude wird mit einer einheitlichen Materialisierung in Profilitglas und Klarglaseinsätzen umhüllt. Die gewählte Fassade gewährleistet in allen Geschossen eine optimale natürliche Belichtung. Ausserdem wird das Haus als Einheit lesbar und erhält so einen hohen Identifikationsgrad. Beim Bauablauf wurde ein etappiertes Vorgehen gewählt, um ohne Unterbruch drucken zu können. In einer ersten Phase wurde die Halle Nord erstellt. Nach Fertigstellung der Halle Nord und der Druckmaschinen-Installation in diesem Teilbereich, ging die zweite Etappe in Bau. Seit Sommer 2008 ist das Gebäude bezogen und der Betrieb läuft wie geplant mit zwei Druckmaschinen im Erdgeschoss. Dank den zusammen mit der Bauherrschaft erarbeiteten Betriebsabläufen, kann im Neubau mit gesteigerter Effizienz gedruckt werden.