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Zweifamilienhaus Burenweg Zürich
  • Architekt
  • Christian Kerez, Zürich
  • Jahr
  • 2005-2007
  • Art
  • Neubau / Wohnen
  • Kosten
  • 1 - 5 Mio
Das Zweifamilienhaus, gelegen in Zürich, ist ein Haus, das vertikal in zwei Hälften geteilt wird. Die alltägliche Aufgabe eines Zweifamilienhauses wurde auf sein grundlegendes Element reduziert, auf die Brandmauer. Sie unterteilt den Raum des Hauses in unterschiedliche Bereiche, ohne Fenster- oder Türöffnungen. Diese Wand bildet den vollkommen geschlossenen Rücken eines ansonsten rundum verglasten Raumes. Die Wand zwischen den Wohnungen ist geknickt, damit sie ähnlich einem gefalteten Papier nicht umfallen kann. Dieser Knick prägt die Räume ganz unterschiedlich. Manche Räume sind konkav, manche konvex. Manche Räume sind durchgehend, manche in Abschnitte unterteilt. Jedes Geschoss besteht aus einem Raum. Die Räume sind nicht tief – aber sehr lang. Die in die Länge gezogenen Räume wirken trotz ihrer geringen Bodenfläche unerwartet weitläufig. Eine Treppe führt entlang der Wandscheibe von einem Ende des Hauses zum anderen und verbindet alle Geschosse zu einem fortlaufenden Weg. Es gibt im ganzen Haus nur einen intimen abgeschlossenen Raum: Das Badezimmer, als Nische in der gefalteten Wand. Ein Wandschrank führt die Ebene der Wandscheibe weiter. In dem Sinne unterbricht weder der Ankleideschrank noch das Bad den Verlauf der Wand, sondern beide erweitern und vervielfachen den Verlauf der Wand.